News & Facts
Gunners unterliegen den Bulls in einem packenden Overtimekrimi
Oberwart Gunners – Kapfenberg Bulls 69:79 (60:60, 47:43, 30:22, 16:13)
Werfer Gunners: Grbesic 20, Johnson 11, Ochsenhofer 11, Stegnjaic 10, Levy 8, Paez 6, Artner 3; Hasenburger
Werfer Bulls: Nelson 24, Knabl 19, Küberl 12, Schachtner 8, Woschank 7, Lanegger 4, Josipovic 3, Dugum 2
Im Publikum Sport- und Verteidigungsminister Norbert Darabos, Landesrat Helmut Bieler, Bürgermeister Gerhard Pongracz und die Gunners-Hauptsponsoren Josef und Matthias Unger. Die Gunnersfans, die sich am Hauptplatz von Oberwart zum „Warm up“ gesammelt hatten ziehen unter mit Sprechchören, Fahnen und Trommelbegleitung in die Sporthalle Oberwart ein. Damit sorgen sie für eine einzigartige Stimmung. Zum Einlauf der Teams gibt es eine sehenswerte Lichtshow. Schade, dass diese Stimmung nicht mit einem - durchaus möglichen - Sieg gekrönt werden konnte.
Beide Teams drücken von Beginn weg aufs Tempo. Die ersten Punkte erzielt Jonathan Levy für die Hausherren, die auch im weiteren immer die Nase vorn haben. Drei Minuten vor dem Ende liegen die Gunners 9:8 voran. Auch Gunners-Neuzugang Grbesic trägt sich in die Scorerliste ein. Die restliche Zeit gehört den Gunners, die einen kleinen Vorsprung herausspielen können. Die Bulls haben bereits 5 Foulpfiffe bekommen. Vom Dreier gelingt beiden Teams wenig, 1/5 Gunners, 1/9 Bulls.
Das 2. Viertel eröffnet Stegnjaic mit einem Dreier. Die Bulls sind jedoch wieder dran. Bei 19:18 gelingt den Gunners nichts. Das flotte Spiel wird jetzt immer mehr zum Kampf unter den Körben. Hasenburger kassiert binnen weniger Minuten drei Fouls und muss auf die Bank. 23:20 steht es nach 6 Minuten. Sehr wertvoll bisher ist Stegnjaic defensiv wie offensiv. Ochsenhofer wird beim Korb gefoult. Mit dem Zusatzwurf stellt er auf 26:20. Noch zweieinhalb Minuten. Neuerlich gehört die Schlussphase den Gunners. Mit 30:22 geht es in die Pause.
Die Fouls sind jetzt mit 7:8 beinahe ausgeglichen. Die Gunners dominieren ganz klar den Rebound mit 26 (davon 20 defensiv) gegenüber 18 bei den Bulls.
Die Gunners bieten bisher eine überzeugende Teamleistung.
Nach Wiederbeginn wird Nelson beim Wurf gefoult. Er trifft den Zusatzwurf und es steht 30:25. Paez punktet zum 32:25. Die Gunners kommen wieder in Schwung und nach 3 Minuten dunkt Paez spektakulär zum 36:27, dem bisher höchsten Vorsprung der Gunners. Die nächsten fünf Punkte gehören den Bulls und Ochsenhofer bekommt sein 3. Foul gepfiffen. Er wechselt mit David Grbesic.
vier Punkte von Johnson und es steht 40:34, noch dreieinhalb Minuten zu spielen. Die Bulls treffen jetzt hochprozentig vom Dreier. Nach acht Minuten im 3. Viertel steht es 44:43. Artner trifft 60 Sekunden vor dem Ende einen Dreier zum 47:43. Das ist auch der Endstand des Viertels. Ein packendes und einem Semifinale voll gerecht werdendes Spiel, das alle Fans mitreisst.
Woschank von den Bulls kassiert zu Beginn des letzten Abschnittes sein 3. und 4. Foul. Bei den Gunners läuft jetzt viel über den Neuzugang David Grbesic. Er trifft neuerlich vom Dreier und nach vier Minuten steht es 52:50. Um jeden Ball wird verbissen gekämpft, die Minen der Spieler sagen alles. Levy stellt auf 54:50. Ochsenhofer muss mit dem 5. Foul auf die Bank. Noch drei Minuten Spielzeit. Nelson stellt auf 54:53. Das Spiel ist hoch dramatisch. Grbesic ist jetzt der klare Regisseur bei den Gunners. Er stellt 2 Minuten vor dem Ende auf 57:53. Die Bulls sind unter Zeitdruck jetzt fehleranfällig. 47 Sekunden vor dem Ende Ballverlust und sofort Timeout durch die Gunners. Dennoch punkten die Bulls zum 57:55. In dieser "Crunchtime" gibt es nach einem Foul von Josipovic Freiwürfe für die Gunners. Stegnjaic trifft nur einmal zum 58:55. Noch 17 Sekunden Zeit für die Bulls. Schachtner kommt zum Wurf und trifft vom Dreier (58:58). Grbesic zieht zum Korb und stellt auf 60:58. Nelson wird im folgenden Gegenangriff gefoult und trifft zum 60:60 Ausgleich. Noch 1,4 Sekunden Spielzeit, die Gunners im Ballbesitz. Das ist Dramatik pur! Doch Levy trifft nur den Ring, Overtime.
Levy punktet mit einem Korbleger. Doch Knabl holt mit einem Dreier die Führung der Bulls zum 62:63. Er trifft auch zum 62:65. Nach 2,5 Minuten steht es 65:67 und Nelson trifft zum 65:70. Bei den Gunners scheinen jetzt die Kräfte nachzulassen. Grbesic versucht sein Team weiter voranzutreiben. Nelson trifft Freiwürfe zum 65:72, was schon die Vorentscheidung bedeutet. Johnson trifft zwar zum 67:72. Grbesic versenkt zwei Freiwürfe zum 69:63. Doch Knabl trifft neuerlich vom Dreier zum 69:75. Das Spiel ist entschieden. Auch die restliche Spielzeit gehört den Bulls die mit dieser Leistung verdient im Finale stehen.
Stimmen zum Spiel
Pit Stahl, Headcoach der Gunners: „Zunächst Glückwunsch an Kapfenberg, sie haben buchstäblich bis zur letzten Sekunde gekämpft und an sich geglaubt. Damit sind wir schon bei unserem Problem: Wir haben das Spiel schon 2mal gewonnen und wieder hergeschenkt. Bei +3 17 Sekunden vor Schluss haben wir nicht gefoult als wir wollten, bei +2 am Ende haben wir dann gefoult, als wir nicht sollten.“
Michael Schrittwieser, Headcoach der Bulls: „Ausschlaggebend war schlussendlich, dass wir doch begonnen haben, zu treffen. Die Defensive war okay und kompakt. Nicht hingehaut hat unser Außenwurf. Wir waren aber selbstbewusst und haben gewusst, dass der Wurf kommt – am Ende waren wir etwas glücklich. Letztlich haben wir das Spiel am Ende der regulären Spielzeit entschieden denn in der Verlängerung war Oberwart gebrochen.“
Ein bitter enttäuschter Hannes Ochsenhofer: "Wir waren in der Schlussphase nicht mehr stark genug. Scheinbar zieht sich das bei uns durch die ganze Saison."









